Auffrischung für den Traktor-Youngtimer
Tiefgreifende Motorinstandsetzung in unserer Werkstatt in Melle: Warum bewährte Technik und modernes Know-how bei uns Hand in Hand gehen.
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Wie können Industrie und angewandte Forschung gemeinsam technologische Entwicklungen vorantreiben? Ein erfolgreiches Praxisprojekt zwischen der Fachhochschule Münster und HENKELHAUSEN zeigt, wie aus einer klaren Zukunftsvision, anspruchsvoller Ingenieurskunst und enger Kooperation ein didaktischer und technologischer Meilenstein für die Ingenieursausbildung von morgen entsteht.
Trotz des gegenwärtig starken Fokus auf Elektromobilität und alternative Antriebskonzepte herrscht an der Fachhochschule Münster eine klare Überzeugung: Verbrennungsmotoren werden auch in Zukunft eine unverzichtbare Rolle spielen, insbesondere im Zusammenspiel mit alternativen, regenerativen Kraftstoffen. Genau aus diesem Grund sollen sie ein fester Bestandteil von Lehre und Forschung bleiben, um angehende Ingenieurinnen und Ingenieure umfassend auf die Anforderungen der Praxis vorzubereiten. Unter der Initiierung und Begleitung von Prof. Dr.-Ing. Stefan aus der Wiesche suchte das Team des Labors für Wärme-, Energie- und Motorentechnik (angesiedelt im Fachbereich Maschinenbau am Standort Steinfurt) nach einer optimalen Lösung für den hauseigenen Prüfstand. Das Ziel: Ein moderner, zukunftsfähiger Motor, der mit einem alternativen Kraftstoff betrieben werden kann und gleichzeitig vielseitige, didaktisch wertvolle Untersuchungsmöglichkeiten bietet.
Die erfolgreiche Umsetzung dieses ambitionierten Vorhabens stellte alle Beteiligten vor beachtliche ingenieurtechnische Herausforderungen. Die Integration eines modernen Aggregats in eine bestehende Systemlandschaft erfordert Präzision an jeder Schnittstelle. So musste zunächst die mechanische Anbindung des Motors an den Prüfstand detailliert geplant und umgesetzt werden: eine Aufgabe, die im Rahmen einer wissenschaftlichen Abschlussarbeit realisiert wurde. Als besonders anspruchsvoll erwies sich zudem die Auslegung der Gasversorgung des Motors, inklusive der notwendigen Sicherheitstechnik. Auch die elektrische Anbindung wurde im Zuge einer wissenschaftlichen Arbeit realisiert. Die größte Hürde wartete jedoch im Bereich der Elektronik und Datenübertragung: die Integration der CAN-Bus-Kommunikation. Hier galt es, ein reibungsloses Zusammenspiel aus der übergeordneten Prüfstandssteuerung, dem Motorsteuergerät und der sensiblen Messtechnik zu gewährleisten.
An dieser entscheidenden Schnittstelle kam unsere langjährige Industrie-Expertise ins Spiel. Wir haben das Team der FH Münster umfassend bei der Motorkonfiguration, der Motorverkabelung sowie bei allen Fragen rund um die CAN-Bus-Datenkommunikation unterstützt. Volker Köchlin, der das Projekt auf unserer Seite koordinierte, betont den partnerschaftlichen Charakter der Zusammenarbeit: „Wir haben dem FH-Team unter anderem die vollständige verfügbare technische Dokumentation des Motors zur Verfügung gestellt, die anschließend auch als Grundlage für eine Bachelorarbeit diente.“ Darüber hinaus haben unsere Spezialisten aus Krefeld die gesamte Inbetriebnahme des Motors intensiv begleitet, sowohl durch schnellen telefonischen Support als auch durch persönlichen Einsatz direkt vor Ort am Prüfstand in Steinfurt. Durch einen regelmäßigen, engen fachlichen Austausch konnten potenzielle Probleme frühzeitig erkannt und gemeinsam gelöst werden. Auch die Einbindung und Abstimmung mit externen Programmierern als Subunternehmen wurde von uns aktiv unterstützt.
Entsprechend positiv fällt das Resümee der Fachhochschule Münster aus. Dank der reibungslosen Verzahnung von theoretischer Forschung und industrieller Praxis steht den Studierenden nun ein hochmoderner Prüfstand zur Verfügung. Für uns bei HENKELHAUSEN ist dieses Projekt ein Paradebeispiel für gelebten Wissenstransfer. Auch vor dem Hintergrund unserer eigenen Entwicklungen im Bereich der Elektro- und Wasserstoffantriebe bleibt die gezielte Förderung von Forschung, wissenschaftlicher Arbeit und dem ingenieurwissenschaftlichen Nachwuchs ein zentrales Kernanliegen unseres Unternehmens.