Auffrischung für den Traktor-Youngtimer
Tiefgreifende Motorinstandsetzung in unserer Werkstatt in Melle: Warum bewährte Technik und modernes Know-how bei uns Hand in Hand gehen.
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Eigentlich steht die „RheinMagie“ für Musik, glitzernde Lichter und ausgelassene Stimmung auf dem Rhein. Doch im November 2025 herrschte im Maschinenraum des über 90 Meter langen Flaggschiffs der Köln-Düsseldorfer (KD) plötzlich bedrückende Stille. Mitten im Betrieb meldete eines der beiden DEUTZ TCD 620V8-Aggregate ein kritisches Problem: „Kurbelgehäusedruck zu hoch“. Der Motor schaltete sofort in den Notbetrieb – der Beginn eines technischen Krimis.
Zunächst hoffte das Team noch auf eine überschaubare Ursache, doch die Realität war ernüchternd. Wie Christian Küster, Niederlassungsleiter bei HENKELHAUSEN in Wesseling, berichtet, ließ sich der Motor nicht einmal mehr von Hand drehen. Eine Endoskopie brachte die bittere Gewissheit: Schleifspuren auf fünf Zylindern und ein abgerissener Pleuel, der das Kurbelgehäuse glatt durchschlagen hatte. „Eine Reparatur? Unmöglich. Sowohl Kurbelwelle als auch Kurbelgehäuse waren irreparabel beschädigt“, so Küster.
Für das Team von HENKELHAUSEN begann nun ein Wettlauf gegen die Zeit. Der defekte Motor wurde in der Kölner Schiffswerft Deutz (KSD) ausgebaut und zur detaillierten Schadensdokumentation nach Wesseling transportiert. Parallel dazu lief die Suche nach einer Lösung auf Hochtouren. Die Rettung: Ein Ersatzmotor konnte schnell beschafft und in der Niederlassung Wesseling akribisch für den Einbau vorbereitet und getestet werden.
Doch wie so oft bei Großprojekten lauerte die Tücke im Detail. Kurz vor der geplanten Probefahrt kam der Schock: Aufgrund eines Fertigungsfehlers trat erneut ein Motorschaden auf. Was für viele ein Grund zum Verzweifeln gewesen wäre, löste bei HENKELHAUSEN nur noch mehr Ehrgeiz aus. Ohne Zeit zu verlieren, wurde ein Servicemonteur direkt zum Lieferanten geschickt, um die benötigten Bauteile persönlich abzuholen. Dank des unermüdlichen Einsatzes der Servicetechniker konnten die Reparatur- und Montagearbeiten umgehend wieder aufgenommen werden. Mit Erfolg: Die entscheidende Probefahrt Richtung Koblenz verlief ohne weitere Zwischenfälle.
Das Beste an diesem Einsatz? Die Gäste, die kurz darauf wieder an Bord der „RheinMagie“ gingen, bekamen von den vorangegangenen Turbulenzen im Maschinenraum absolut nichts mit. Für sie war das Schiff genau das, was es sein soll: ein Ort für Feiern, Genuss und gute Stimmung.